Von Automatenreiniger bis Zwischenreinigung

Reinigen ist nicht gleich Reinigen. In Ihren Räumlichkeiten sind viele verschiedene Materialien verbaut und diese benötigen Reinigung und Pflege auf unterschiedlichster Art und Weise.

Was wir als ausgebildete Spezialisten zum Beispiel unter Zwischenreinigung, Saugbohnern oder Polymerdispersionen verstehen, und wann so etwas zum Einsatz kommt, finden Sie hier in unserem Reinigungs-ABC.


Dienstleistungen

Baureinigung

Baugrobreinigung

Während der Bauzeit Bauschutt (z.B. Mörtel, Gips, Papiersäcke, Steine, Holzteile etc.) entfernen. In der Regel Trockenreinigung.

Baufeinreinigung

Erfolgt nach der Fertigstellung oder nach Renovierungs­arbeiten eines Bauwerkes. Baufeinreinigung = Bauschlußreinigung = Erstreinigung

Findet vor dem Bezug der Gebäude bzw. Räume statt. Bei der Reinigung muss insbesondere der Handwerkerschmutz entfernt werden.

Erstreinigung

Findet vor dem Bezug der Räume statt. Insbesondere der Handwerkerschmutz wird entfernt.

Beispiele:

  • Aufliegender Grobschmutz, Feinschmutz
  • Haftende Verschmutzungen wie z.B. Mörtel, Farbe Tapetenreste etc.
  • Eine Pflegebehandlung (Erstpflege) soll dem Belag einen Schutz geben und die anschließende laufende Reinigung und Pflege erleichtern.
  • Die Erstpflege wird in den meisten Fällen wie die Neubeschichtung bzw. Pflegebehandlung nach einer Grundreinigung durchgeführt.

Eine gute Pflegebehandlung der Beläge erleichtert die laufende Reinigung und Pflege.

Unterhaltsreinigung

Die Unterhaltsreinigung von Hartböden bzw. elastischen Böden wird häufig täglich durchgeführt. Manuelle und maschinelle Verfahren der Unterhaltsreinigung sind beispielsweise: Kehren, Kehrsaugen, Kehren mit Kehrspänen, Saugbohnern, Saugen, Feuchtwischen, Polieren, Cleanern, Nasswischen, Nassscheuern.

Welches Verfahren geeignet ist, hängt ab von:

  • Belagsart
  • Verschmutzungsgrad
  • Verschmutzungsart
  • Größe der zu reinigenden Flächen
  • Wünsche des Kunden

Zwischenreinigung

Die Zwischenreinigung wird zwischen der Unterhaltsreinigung und Grundreinigung ausgeführt. Das Ziel ist eine Grundreinigung hinauszuschieben.

Grundreinigung

  • Hartnäckige Verschmutzungen und Schmutzkrusten beseitigen
  • Bei nichttextilen Belägen sollen außerdem noch alte Pflegefilme entfernt werden
  • Bei textilen Belägen versteht man unter einer Grundreinigung eine Nassbehandlung entweder durch Nassshampoonierung, Sprühextraktion oder durch die Kombination beider Verfahren
  • Bei Sanitärgrundreinigung versteht man unter einer Grundreinigung vorwiegend die Beseitigung von Kalkkrusten und Rostablagerungen

Kehren/Kehrsaugen

Beim manuellen Kehren wird vorwiegend aufliegender Grobschmutz mit Hilfe eines Besens beseitigt. Ohne Verwendung von Kehrspänen ist diese Reinigungsmethode stets mit einer Staubaufwirbelung verbunden. Für kleine Flächen auf Straße, Hof oder in Fabrikhallen etc. eignen sich Handkehrmaschinen ohne Absaugung. Die Reinigungsleistung für Feinschmutz ist hier begrenzt. Kehrsaugmaschinen werden für große Flächen eingesetzt. Einsatzgebiete sind neben Steinböden auch Gummi­noppen­beläge (Elastomerbeläge).

Kehrspäne

Kehrspäne werden in einem Streifen auf dem Boden angehäufelt wo der Reinigungsvorgang beginnen soll. Man schiebt dann die Kehrspäne mit dem Besen vor sich her und kehrt den gesamten Boden. Nicht über den ganzen Boden verteilen, da die Kehrspäne sonst austrocknen.

Saugbohnern

Entfernen von Feinschmutz und gleichzeitig polieren. Hauptsächlich hartgewachste Holzböden und Gumminoppenbeläge mit Zweischeiben- oder Einscheibenmaschinen unter Verwendung von Polierbürsten. Gleichzeitige Absaugung.

Polieren

Gehspuren beseitigen, durch die hohe Umdrehungszahl der Maschine wird der Pflegefilm verdichtet, was zu einer höheren Widerstandsfähigkeit des Pflegefilms, und einer Verbesserung der Optik führt.

Zum Einsatz kommen:

  • Einscheibenmaschinen mit und ohne Absaugung
  • High‑Speed Maschinen
  • Poliermaschinen
  • Polierautomaten
  • Maschinen mit Bürstenwalzen

Trockensaugen (Staubsaugen)

Ist ratsam bei zu reinigenden Belägen mit relativ kleinen bzw. überstellten Flächen und wenn der Boden eine rauhe Oberfläche hat, wie zum Beispiel Beläge mit rauhen Fugen, Waschbeton etc. Durch diese Reinigungs­methode läßt sich aufliegender Feinstaub beseitigen. Auch zur Vermeidung von Wischspuren und Streifenbildungen.

Cleanern (Spray-Verfahren)

Eine Ergänzung des Feuchtwischverfahrens.

Mit einem Handsprühkänchen oder einer Sprühvorrichtung an der Maschine wird das Cleaner-Mittel dorthin gebracht, wo hartnäckige Flecken, Gummiabriebe, Schrammen, Schleifspuren sind oder der Pflegefilm beschädigt ist. Dieses Gerät wird gleichzeitig mit der Scheibenmaschine eingesetzt. Bevor mit der Reinigung begonnen wird, muß der lose Oberflächenschmutz durch Feuchtwischen beseitigt werden. Auf der eingesprühten Schmutzfläche wird die Maschine kreisförmig, wie beim Schrubben, bewegt, damit der gelöste Schmutz von der Reinigungsscheibe aufgenommen werden kann.

Eine zu lange Bearbeitung der gleichen Stelle ist nicht ratsam, da sonst durch die Hitzebildung Einbrenner im Bodenbelag entstehen.

Feuchtwischen

Diese Methode ist geeignet zur Entfernung von lose aufliegendem Feinschmutz. Die Wischbezüge kommen nur nebelfeucht zum Einsatz.

Nasswischen

Kommt dort zum Einsatz, wo haftende Verschmutzungen entfernt werden müssen oder wo eine keimtötende Reinigung verlangt wird.

Einstufenmethode:

  • bei einem geringen Verschmutzungsgrad
  • in einem Arbeitsgang mit einem ausgewrungenen Mop, Wischbezug
  • zurückgebliebene Flüssigkeit trocknen lassen

Zweistufenmethode:

  • Wischmittel nach Herstellervorschrift dem Reinigungswasser im Klarwassereimer zugeben (blauer Eimer)
  • Den zweiten Eimer halbvoll mit klarem Wasser füllen (roter Eimer)
  • Presse so setzen, daß beim Auspressen das Schmutzwasser in den roten Eimer läuft
  • Naßwischmop in Wischmittel (Reinigungswasser) tauchen und abtropfen lassen
  • Wischwasser mit Mop auf der Belagfläche auftragen
  • Wischwasser mit Mop schlaufenförmig auf Bodenfläche verteilen
  • Mop im Behälter mit Schmutzwasser ausspülen und in der Presse auspressen
  • Überschüssige Reinigungsmittellösung mit Naßwischmop wieder von der Belagfläche aufnehmen
  • Mop im Behälter mit Schmutzwasser ausspülen und in der Presse ausdrücken
  • Weiter wie bereits beschrieben
  • Anmerkung: Die Presse ist immer über dem Schmutzwassereimer (Rot)

Grundreinigung von wasserbeständigen Bodenbelägen

Die vollständige Entfernung alter Pflegemittelfilme sowie hartnäckige Verschmutzungen.

Ablauf:

  • Beseitigen des Mobiliars
  • Aufliegende grobe Verschmutzungen durch Kehren beseitigen
  • Auftrag der Reinigungsflotte mittels Naßwischmop und Fahreimer Dosierung gemäß Herstellerangaben (Empfindliche Gegenständen abkleben)
  • 10 bis 20 Minuten einwirken lassen
  • Mit Einscheibenmaschine und Padscheibe scheuern und anschließend mit dem Naßsauger die Schmutzflotte absaugen
  • Zur Neutralisation den Boden anschließend mit viel Wasser nachwischen und absaugen

Pflegemittelauftrag / Beschichtung

Vorteile:

  • laufende Reinigung wird erleichtert
  • schützt den Boden vor mechanischen Beanspruchungen, längere Lebensdauer
  • Der Belag wird, ähnlich wie bei einer Autopolitur, mit einem Schutzfilm überzogen. So wird ein Schmutzeintrag in den Belag verhindert.
  • Optik wird verbessert

Ablauf:

  • Zur Beschichtung nimmt man einen unbeschädigten und sauberen Bezug / Mop
  • Man gießt aus dem Gebinde etwas Pflegeemulsion auf den Belag, tränkt den Bezug und verteilt die Pflegeemulsion gleichmäßig durch schlangenförmiges führen in Bahnen von 1 bis 2 Metern
  • Gibt der Bezug nicht mehr genügend Beschichtungs­mittel ab, wiederholt man diesen Vorgang
  • Der beschichtete Boden darf bis zur vollen Abtrocknung nicht betreten werden
  • Erst dann kann auch die nächste Schicht aufgetragen werden
  • Die verbrauchte Menge Pflegeemulsionen hängt von den Saugfähigkeit des Bodens ab.

Allzweckreiniger

  • Enthalten Tenside, Wasser, Komplexbildner, Farb- und Duftstoffe, Konservierungsmittel
  • Anwendung in Verdünnung meist 1 : 100 bis 1 : 200
  • pH‑Wert zwischen 6,0 und 10,0
  • Beseitigen Öl- und Fettschmutz, Getränkeflecken, Straßenschmutz
  • Reinigen besser als Alkoholreiniger
  • Oberflächen (z.B. Zementfugen) dunkeln leicht nach
  • Ökologisch und ökonomisch empfehlenswert

Alkoholreiniger

  • Enthalten ca. 4‑6 % Tenside, bis ca. 20 % Isopropanol, Duftstoffe
  • Anwendung in der Verdünnung 1 : 200 bis 1 : 400
  • pH‑Wert zwischen 6,0 und 9,0
  • Für alle glänzenden Flächen (polierte Steine, glasierte Fliesen usw.) geeignet
  • Trocknet bei richtiger Dosierung streifenfrei ab
  • Natursteine dunkeln nicht nach
  • Keine desinfizierende Wirkung
  • Kein heißes Wasser verwenden
  • Bei zu hoher Anwendungskonzentration werden Pflegefilme von Polymer-Dispersionen angegriffen

Sanitärreiniger

  • Enthalten Säuren, Inhibitoren, Tenside, Duftstoffe, evtl. wassermischbare Lösemittel
  • Anwendung meist in der Verdünnung 1 : 100
  • pH‑Wert < 4 im Konzentrat
  • Beseitigen Kalk, Kalkseife, Zementschleier, Urinstein, Rostablagerungen, Hautfett
  • Zur Unterhaltsreinigung geeignete Säuren: Zitronensäure und / oder Amidosulfonsäure
  • Keine Anwendung auf säureempfindlichen Böden (z.B. Marmor, Betonwerkstein etc.)

Automatenreiniger

  • Zusammensetzung wie Allzweckreiniger, aber Schaumarm eingestellt
  • Kommen bei der Reinigung mit Scheuersaugmaschinen (Automaten) zum Einsatz

Wachscleaner

auf Emulsionsbasis (Emulsionscleaner)

  • Enthalten Wachse, Wasser, Emulgatoren, evtl. Lösemittel

auf Lösemittelbasis (Lösemittelcleaner)

  • Enthalten Wachse und Lösemittel (z.B. Benzin)
  • Einsatz für unversiegelte Holzböden
  • Einsatz beider Cleanermittel im Sprayverfahren (Sprühverfahren) in Verbindung mit einer geeigneten Scheibenmaschine zur Beseitigung von Gehspuren und insbesondere Absatzstrichen bei gleichzeitiger Pflegefilmsanierung.

Seifenreiniger

  • Wischpflegemittel (reinigt und pflegt)
  • Hinterlassen polierfähige Rückstände
  • Keine aufwendige Grundreinigung erforderlich
  • Oberflächen und Fugen dunkeln leicht nach
  • Schränken Leitfähigkeit des Belages nicht ein
  • Wirkung ist von der Wasserhärte abhängig

Wachshaltige Wischpflegemittel

  • Guter Pflegeeffekt, aber geringer Reinigungseffekt
  • Pflegefilme lassen sich auspolieren
  • Es entstehen Gehspuren (auspolierbar)
  • Krustenaufbau (Schmutz wird in Pflegefilm eingelagert)
  • Aufwendige und umweltbelastende Grundreinigung erforderlich
  • Ökonomisch und ökologisch nicht empfehlenswert

Wischpflege mit wasserlöslichen Polymeren

  • Relativ gute Reinigungswirkung
  • Wirkung wenig abhängig von der Wasserhärte
  • Pflegefilm ist auspolierbar
  • Kein Schichtenaufbau
  • Trittsicherer Pflegefilm
  • Ökologisch und ökonomisch empfehlenswert

Wischpflege mit wasserunlöslichen Polymerenn

  • Guter Pflegeeffekt (besser als bei wachshaltigen Produkten)
  • Sehr geringer Reinigungseffekt
  • Pflegefilme lassen sich nicht auspolieren
  • Es entstehen Gehspuren
  • Sehr aufwendige und umweltbelastende Grundreinigung erforderlich
  • Ökologisch und ökonomisch nicht empfehlenswert

Grundreiniger für PVC-Beläge

  • pH‑Wert meist > 12
  • Anwendungskonzentration 1 : 1 bis 1 : 10
  • In der Regel als Gefahrstoff eingestuft
  • Anwendung führt zu Raumluftbelastung
  • MAK‑Werte sind zu beachten (besonders bei lösungsmittelhaltigen Reinigern)
  • Nicht für Linoleumbeläge geeignet (Farbumschlag)
  • Enthalten in hoher Konzentration Tenside, Alkalien (meist Natronlauge und / oder organische Amine), Komplexbildner und wassermischbare Lösemittel Belastet die Umwelt

Grundreiniger für Linoleum

  • Konzentrat hat pH‑Wert < 10
  • Weniger Alkalität
  • Kompensation der Alkalität durch höheren Lösemittelanteil
  • Ansonsten Zusammensetzung und Umweltproblematik wie bei PVC-Grundreinigern

Parkettgrundreiniger

  • Reine Lösemittelgemische aus aliphatischen (z.B. Benzin, Terpentin etc.) und/oder aromatischen (z.B. Xylol, Toluol) Lösemitteln< 10
  • Anwendung führt zu hoher Raumluftbelastung
  • MAK‑Wert ist zu beachten
  • Als Gefahrstoff eingestuft
  • Erhebliche Umweltbelastung
  • Schmutzflotte muß als Sondermüll entsorgt werden
  • Alternativ sollten alte Pflegefilme (Wachsschichten) mechanisch (Abspänen, grobe Pads, Stahlwolle etc.) abgetragen werden

Wachsemulsionen

  • Enthalten Wachse, Tenside als Emulgatoren, Wasser und Konservierungsmittel
  • Anwendung erfolgt unverdünnt
  • Auch für die Wischpflege im verdünnten Zustand geeignet
  • Ergeben weiche Pflegefilme
  • Pflegefilme sind leicht polierfähig (mit normalen Einscheibenmaschinen)
  • Gehspuren sichtbar
  • Wenig schmutzabweisende Wirkung
  • Schmutz kann sich in den Pflegefilm einbetten
  • Häufig Probleme mit der Trittsicherheit
  • Im Gegensatz zu Polymerdispersionen leichter entfernbar
  • Relativ geringe Wischbeständigkeit
  • Entfernung durch Grundreinigung ist umweltbelastend und kostenintensiv
  • Pflegefilmsanierung relativ leicht durchführbar

Polymerdispersionen

  • Enthalten Polymere, Tenside als Emulgatoren bzw. Dispergiermittel, Wasser, Konservierungsmittel sowie als metallvernetzte Produkte Metallionen
  • Metallfreie Polymerdispersionen sollten bevorzugt werden
  • Ergeben harte bis sehr harte Pflegefilme
  • Pflegefilme sind mit normalen Einscheibenmaschinen nicht polierbar, können aber mit Super‑High‑Speed Maschinen poliert bzw. saniert werden
  • Pflegefilme sind strapazierfähig gegen Gehspuren
  • Gute schmutzabweisende Wirkung
  • Relativ wenig Probleme mit der Trittsicherheit
  • Im Gegensatz zu Wachsemulsionen sind Pflegefilme schwer entfernbar
  • Relativ gute Wischbeständigkeit
  • Entfernung durch Grundreinigung ist umweltbelastend und kostenintensiv, statt dessen ist
  • Pflegefilmsanierung problemlos durchführbar

Parkettpflegemittel

Gibt es als

  • Heißwachse
  • Wachsemulsionen (ähnlich wie Wachscleaner)
  • Hartwachslösung (ähnlich wie Lösemittelcleaner)

Anwendung ist im Cleanerverfahren empfehlenswert.

Kunststoffbeläge

Grundsätzlich kann man Kunststoffbeläge aufgrund ihrer Oberfläche in "glatte" (z.B. PVC und Vinyl) und "strukturierte" (z.B. Cushioned-Vinyl-Beläge CV) unterscheiden. Sie sind zumeist

  • Empfindlich gegen bestimmte Lösungsmittel (Ester und Ketone)
  • Empfindlich gegen fettlösliche Farbstoffe (Schuhcrème, Asphalts, Fettfarbkreiden, etc.), da diese in den Belag eindringen
  • Empfindlich gegen glühende Zigarettenstummel (Einbrenner)
  • Unempfindlich gegen Alkalien

Naturstein / Kunststein

Aufgrund ihrer Eigenschaft lassen sich Steinböden zunächst in Säureempfindliche und Säurefeste Böden unterscheiden.

Beispiele für Säureempfindliche Böden:
Kunststein, Terrazzo, Marmor, Solnhofer, Sandstein, Jurakalk, Travertin und Muschelkalk

Beispiele für Säurefeste Böden:
Granit, Quarzit und Porphyr, Schiefer

Weitere Eigenschaften:

  • Beständig gegen Feuchtigkeit, Laugen und Lösungsmitteln
  • Bei kalkhaltigen Steinen Vorsicht mit Säuren
  • Teilweise beständig gegen Einwirkung von Fetten und Ölen sind Steinbeläge ohne Oberflächenschutz (Fleckenbildung möglich)
  • Auf glatten, polierten Steinböden keine Lösungsmittelwachse oder Kern- resp. Schmierseife verwenden (Gleitgefahr)
  • Bei einer Beschichtung von glatten Belägen muß der Boden frei von Fluatwachsen und Steinimprägnierprodukten sein
  • Im Freien und in Naßräumen ist von jeglicher Beschichtung abzusehen.
  • Hochglanzpolierte Steinbeläge benötigen keine Grundbehandlung

Klinker / Tonplatten

  • Einsatz aller chemischen Reinigungsmittel (außer Flußsäure) erlaubt
  • Klinker und unglasierte Tonplatten sind saugfähig
  • Öle und Fette verursachen leichte Flecken
  • Der Fugenmörtel kann durch saure Reiniger ausgewaschen werden. Daher immer gründlich wässern, damit sich der Fugenmörtel vollsaugt und die Säurelösung weniger gut eindringen kann
  • Der bei Tonplatten im Belag vorhandene Salpeter kann Ausblühungen verursachen. Am Anfang ist deshalb ein häufiges Naßreinigen erforderlich, um diese Ausblühungen zu fördern und durch Absaugen zu entfernen
  • Keramikplatten auf Säurefestigkeit prüfen
  • keine Salzsäure verwenden
  • Treten nach dem Absäuren Ausblühungen auf, oft naßreinigen
  • Nicht vor Abschluß der Ausblühungen mit Pflegeprodukten behandeln
  • Im Freien ist von jeglicher Beschichtung abzusehen
  • Auf Klinkerbelägen können durch Absäuern Farbveränderungen entstehen

Polyolefinbeläge

Merkmale:

  • Unempfindlich gegen Alkalien
  • Sehr empfindlich gegen abrasive Pads
  • Kratzempfindlich
  • Empfindlich gegen fettlösliche Farbstoffe (Schuhcrème, Asphalts, Fettfarbkreiden, etc.), da diese in den Belag eindringen
  • Empfindlich gegen glühende Zigarettenstummel (Einbrenner)
  • Empfindlich gegen schwarze Schuhstriche (Sohlenabrieb)
  • Oftmals starke elektrostatische Aufladung
  • Meist keine Haftung von Kunststoffdispersionen

Erstreinigung:

  • Scheuern mit blauem Pad und einem alkalischen Grundreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, Boden mit klarem Wasser gut spülen und vollständig trocknen lassen

Erstpflege:

  • Feuchtwischen. Wischpflegemittel mittels Naßwischgerät einpflegen
  • Pflegefilm anschließend mit einer High‑Speed Maschine polieren

Unterhaltsreinigung:

  • Feuchtwischen. Naßwischen mit Allzweckreiniger, Alkoholreiniger oder Wischpflege
  • Es wird empfohlen, eingepflegte Böden zu polieren

Grundreinigung:

  • Scheuern mit blauem Pad und einem alkalischen Grundreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, Boden mit klarem Wasser gut spülen und vollständig trocknen lassen

Kunstharz / Spachtelbeläge

Merkmale:

  • Empfindlich gegen aggressive organische Lösungsmittel (Ketone)
  • Beständig gegen Säure und alkalische Reinigungsmittel sowie milde Lösungsmittel wie z.B. Terpetinölersatz
  • Keine Lösungsmittelwachse verwenden, da Gleitgefahr besteht

Erstreinigung:

  • Feuchtwischen oder staubsaugen. Scheuern mit blauem Pad oder Scheuerbürste und Allzweckreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen

Erstpflege:

  • Die Notwendigkeit einer Beschichtung richtet sich nach der Belagsart und -oberfläche.
  • Zwei Anstriche einer Acryl-Selbstglanz-Dispersion auftragen

Unterhaltsreinigung:

  • Feuchtwischen oder staubsaugen
  • Scheuern mit blauem Pad oder Scheuerbürste und Allzweckreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und trocknen lassen

Grundreinigung:

  • Scheuern mit blauem Pad und alkalischem Grundreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen

Gummibeläge

Merkmale: Gummibeläge kann man aufgrund ihrer Oberfläche in "glatte" und "strukturierte" (Noppen- bzw. Pastillen­beläge) unterscheiden.

  • Wenig empfindlich gegen Gehspuren
  • Empfindlich gegen Lösungsmittel
  • Keine hochalkalischen Reinigungsprodukte (Schmierseife, Soda etc.), Lösungsmittel oder Lösungsmittelhaltige Wachse verwenden
  • Bezüglich Formentrennmittel und Oberflächenvergütungen werden von den Bodenbelagsherstellern verschiedene Verfahren eingesetzt
  • Silikon- und paraffinhaltige Oberflächenbehandlungen müssen vor einer Grundbehandlung restlos entfernt werden (Haftung der Pflegeprodukte)
  • Auskünfte über die verwendete Oberflächenvergütung müssen u.U. beim Bodenbelagshersteller eingeholt werden
  • Im Freien und in Naßräumen ist von jeglicher Beschichtung abzusehen

Erstreinigung:

  • Staubsaugen
  • Scheuern mit Scheibenmaschine und Allzweckreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und trocknen lassen

Trennmittelentfernung:

  • Silikonhaltige: Mit Scheibenmaschine und einem Öl- und Fettentferner (mit warmen Wasser verdünnen 1 : 1 und ca. 20 Minuten einwirken lassen)
  • Scheuern, Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen
  • Andere: siehe Grundreinigung

Erstpflege:

  • Wischpflege (auf Kunststoffbasis) 1 : 1 mit Naßwischgerät auftragen

Unterhaltsreinigung:

  • Staubsaugen resp. Kehrsaugen.
  • Naßwischen mit Allzweckreiniger

Grundreinigung:

  • Staubsaugen, scheuern mittels Ein- oder Dreischeibenmaschine und alkalischem Grundreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen

Polyurethanbeläge

Merkmale:

  • Sind versiegelt und benötigen keine zusätzliche Beschichtung
  • Beständig gegen Feuchtigkeit, Öl und neutrale bis schwach alkalische Reinigungsmittellösungen
  • Vorsicht bei aggressiven organischen Lösungsmitteln
  • Nicht mit aggressiven Pads oder Bürsten scheuern

Erstreinigung:

  • Scheuern mit blauem Pad und alkalischem Grundreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, Boden mit klarem Wasser gut spülen und vollständig trocknen lassen

Erstpflege:

  • Feuchtwischen. Wischpflege mittels Naßwischgerät einpflegen
  • Pflegefilm anschließend mit einer High‑Speed Maschine polieren

Unterhaltsreinigung:

  • Feuchtwischen. Naßwischen mit Allzweckreiniger, Alkoholreiniger oder Wischpflege
  • Es wird empfohlen, eingepflegte Böden zu polieren

Grundreinigung:

  • Scheuern mit blauem Pad und alkalischem Grundreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, Boden mit klarem Wasser gut spülen und vollständig trocknen lassen

PVC-Beläge

Merkmale:

  • Empfindlich gegen aggressive Lösungsmittel (Ester/Ketone).
  • Fettlösliche Farbstoffe ‑ wie z.B. Schuhcreme, Fettkreiden, Asphalt dringen in PVC ein.
  • Doppelböden nur nach der Sprayreinigungsmethode reinigen.

Erstreinigung:

  • Scheuern mit blauem Pad und Grundreiniger
  • Schmutzwasser absaugen
  • Boden mit klarem Wasser gut spülen
  • Vollständig trocknen lassen

Erstpflege:

1. Beschichten

  • Je nach Gegebenheit zwei Anstriche einer Acryl-Selbstglanzdispersion auftragen

2. Sprayfilm

  • Feuchtwischen
  • Zweimal vollflächig sprayreinigen mit rotem Pad und einer Sprayemulsion

3. Pflegefilm

  • Feuchtwischen, Wischpflege mittels Naßwischgerät einpflegen
  • mit Einscheibenmaschine polieren
  • Unterhaltsreinigung: 1. Feuchtwischen, Nasswischen mit Allzweckreiniger, Alkoholreiniger oder Wischpflege 2. Feuchtwischen, Teilflächig sprayreinigen mit rotem Pad und Sprayemulsion 3. Feuchtwischen. Naßwischen mit Wischpflege (Bei Bedarf mit Einscheibenmaschine polieren)

    Grundreinigung:

    • Feuchtwischen
    • Scheuern mit blauem Pad und alkalischem Grundreiniger
    • Schmutzwasser absaugen, Boden mit klarem Wasser gut spülen und vollständig trocknen lassen

Laminatbeläge

Merkmale:

  • Empfindlich gegen Übernässung (Quellgefahr).
  • Unempfindlich gegen Abdrücke von Stöckelschuhen.
  • Relativ kratzunempfindliche Oberfläche
  • Nur trockene oder feuchte Reinigungsverfahren einsetzen

Erstreinigung:

  • Entstauben
  • Grundbehandeln (siehe Erstpflege)

Erstpflege:

Methode A: Sprayfilm

  • Feuchtwischen
  • Zweimal vollflächig sprayreinigen mit rotem Pad und Sprayemulsion

Methode B:

  • Feuchtwischen. Ein Reinigungs- und Pflegespray gemäß Gebrauchsanweisung mit rotem Pad und Einscheibenmaschine einpflegen

Unterhaltsreinigung:

  • Feuchtwischen
  • Bei Bedarf teilflächig sprayreinigen nach Methode A oder B

Grundreinigung:

Methode A: Sprayfilm

  • Feuchtwischen.
  • Vollflächig sprayreinigen mit rotem Pad und Sprayemulsion

Holz- und Korkböden (versiegelt)

Merkmale:

  • Eine Dauereinwirkung von Nässe vermeiden
  • Wenn der Schutzfilm nicht 100 % dicht ist, dringt Feuchtigkeit ein, und das Holz vergraut
  • Durch die Versiegelung wird der Holzboden gegen das Eindringen von Schmutz und Flüssigkeiten geschützt
  • Wird zusätzlich ein lang anhaltendes schönes Aussehen des Bodens gewünscht, muß dieser entsprechend gepflegt werden
  • Wässerige Reinigungsmittellösungen sehr sparsam anwenden und jeweils sofort wieder aufnehmen, resp. absaugen
  • Der Boden darf unter keinen Umständen mit Wasser ”überschwemmt” werden
  • Parkett und Korkparkett in Turnhallen und Gymnastikräumen nicht wachsen (Gleitgefahr)

Erstreinigung:

  • Planschleifen und Versiegelung durch den Parkettleger

Erstpflege:

Methode A: Pflege mit lösungsmittelfreier Wachsdispersion

  • Feuchtwischen
  • Einen sehr dünnen Anstrich Wachsdispersion mit Schwammklammer aufbringen oder vollflächig sprayen mit Wachsdispersion und rotem Pad
  • Bei einer Erstanwendung von Wachsdispersionen ist in der Anfangszeit je nach Beanspruchung des Bodens mehrmals zu sprayen und polieren, danach können die Intervalle verlängert werden
  • Wird erhöhter Glanz gewünscht, kann die Seidenmatte Oberfläche nach ca. 1 Stunde Trocknungszeit mit einem weißen oder roten Pad poliert werden

Methode B: wachsen mit lösungsmittelhaltigen Wachsen ( unbedingt Verträglichkeit der Versiegelung prüfen )

  • Feuchtwischen
  • Ein bis zwei Anstriche flüssige Hartwachs mit Anstreichklammer und –schwamm aufbringen und mit rotem Pad aufpolieren

Unterhaltsreinigung:

Methode A:

  • Feuchtwischen
  • Gehstraßen bei Bedarf sprayreinigen mit Wachsdispersion und rotem Pad
  • Film mit weißem oder rotem Pad polieren / verdichten

Methode B:

  • Feuchtwischen
  • Sprayreinigen mit rotem Pad und flüssiges Hartwachs

Grundreinigung:

Methode A:

  • Feuchtwischen
  • Mit Allzweckreiniger (2%ige Lösung) und einer Einscheibenmaschine mit Wassersauger oder einer Scheuersaugmaschine mit rotem Pad reinigen
  • Schmutzwasser sofort und restlos entfernen

Methode B:

  • Feuchtwischen
  • Vollflächig sprayreinigen mit blauem Pad und Lösungsmittelreiniger

Holz- und Korkböden (unversiegelt)

Merkmale:

  • Da Naturholz unter Einwirkung von Nässe quellt, darf es nicht naß gereinigt werden
  • Es sollen nur speziell für diesen Anwendungsbereich entwickelte Methoden, Reiniger und Pflegemittel zur Anwendung kommen
  • Wässerige Reinigungsmittellösungen sehr sparsam anwenden, am besten nur im Sprayverfahren anwenden
  • Der Boden darf unter keinen Umständen mit Wasser ”überschwemmt” werden
  • Keine Kunststoff-Dispersionen auftragen
  • Parkett und Korkparkett in Turnhallen und Gymnastikräumen nicht wachsen (Gleitgefahr)
  • Klebeparkett, welches mit Asphalt-Kleber verklebt wurde, darf nicht mit lösungsmittelhaltigen Produkten behandelt werden

Erstreinigung:

  • Planschleifen durch den Parkettleger
  • Entstauben

Erstpflege:

Methode A: Pflege mit lösungsmittelfreier Wachsdispersion

  • Feuchtwischen
  • 1 ‑ 2 Anstrich Wachsdispersion mit Schwammklammer aufbringen
  • Bei einer Erstanwendung von Wachsdispersion ist in der Anfangszeit je nach Beanspruchung des Bodens mehrmals zu sprayen und polieren, danach können die Intervalle verlängert werden
  • Wird erhöhter Glanz gewünscht, kann die seidenmatte Oberfläche nach ca. 1 Stunde Trocknungszeit mit einem weißen oder roten Pad poliert werden

Methode B: wachsen mit lösungsmittelhaltigen Wachsen

  • Feuchtwischen
  • Ein bis zwei Anstriche flüssigem Hartwachs mit Anstreichklammer und –schwamm aufbringen und mit rotem Pad aufpolieren

Holz- und Korkböden (geölt)

Merkmale: Zur Zeit sind keinerlei Verfahren bekannt, die bei geölten Holz- und Korkböden eine andere Oberflächenbehandlung als ölen zulassen. Man sagt daher "die erste Ölung ist auch die letzte Ölung".

  • Eine Dauereinwirkung von Nässe vermeiden
  • Wenn der Schutzfilm nicht 100 % dicht ist, dringt Feuchtigkeit ein, und das Holz vergraut
  • Wässerige Reinigungsmittellösungen sehr sparsam anwenden und jeweils sofort wieder aufnehmen
  • Nach Möglichkeit nur ”nebelfeucht” arbeiten
  • Der Boden darf unter keinen Umständen mit Wasser ”überschwemmt” werden
  • Parkett und Korkparkett in Turnhallen und Gymnastikräumen nicht wachsen (Gleitgefahr)

Erstreinigung:

  • Planschleifen und dann ölen mit Spezialöl durch den Parkettleger

Erstpflege:

  • Achtung: Vor der Grundbehandlung eine Trocknungszeit von ca. 10 Tagen abwarten
  • Siehe Holz- und Korkboden (versiegelt)

Unterhaltsreinigung: Nebelfeuchtes wischen mit einem Allzweckreiniger Grundreinigung: Abschleifen und neu ölen (Kann nur von einem Parkettleger durchgeführt werden)

Korklinoleum / Linoleum

Merkmale:

  • Weitgehend unempfindlich gegen Öle, Fette, Lösungsmittel, Säuren und Feuchtigkeit
  • Vorsicht bei aggressiven Reinigungspads und stark alkalischen Reinigungsprodukten
  • Zum Versiegeln ist nur ungewachstes Linoleum geeignet
  • Linoleum in Turnhallen und Gymnastikräumen nicht wachsen (Gleitgefahr)
  • Da es bei der Grundreinigung von Linoleum oft zu Verwechselungen mit PCV kommt ist es empfehlenswert vorher eine Brennprobe durchzuführen Hierzu erhitzen man die Spitze einer aufgebogene Büroklammer mit einem Feuerzeug und sticht Sie an einer unauffälligen Stelle in den Belag
  • Bildet sich beim Herausziehen an der Spitze ein dünner Faden ( wie beim Verbrennen einer Einkaufstüte ) so handelt es sich um PVC, bildet sich um das Brandloch ein kleiner Krater so handelt es sich um Linoleum

Erstreinigung

:
  • Feuchtwischen
  • Scheuern mit rotem Pad oder Scheuerbürste und Linoleumgrundreiniger (10%)
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen

Erstpflege:

  • Feuchtwischen
  • Scheuern mit rotem Pad oder Scheuerbürste und Linoleumgrundreiniger(10%)
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen

Methode A: Beschichten

  • Zweimaliges Beschichten mittels einer Selbstglanzemulsion auf Polymerbasis

Methode B: wachsen mit Lösungsmittelfreier Wachsdispersion

  • Feuchtwischen
  • Einen sehr dünnen Anstrich Wachsdispersion aufbringen oder vollflächig sprayen mit Wachsdispersion und rotem Pad
  • Polieren
  • Bei einer Erstanwendung von Wachsdispersion ist in der Anfangszeit je nach Beanspruchung des Bodens mehrmals zu sprayen und polieren, danach können die Intervalle verlängert werden
  • Wird erhöhter Glanz gewünscht, kann die seidenmatte Oberfläche nach ca. 1 Stunde Trocknungszeit mit einem weissen oder roten Pad poliert werden

Unterhaltsreinigung:

Methode A

  • Feuchtwischen
  • Naßwischen mit Allzweckreiniger

Methode B

  • Feuchtwischen
  • Gehstraße bei Bedarf sprayreinigen mit Wachsdispersion und rotem Pad
  • Film mit weißem oder rotem Pad polieren/verdichten

Grundreinigung:

Methode A

  • Feuchtwischen, Scheuern mit Scheuerbürste oder rotem Pad und Allzweckreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und trocknen lassen

Methode B

  • Feuchtwischen, scheuern mit rotem/blauem Pad und Linoleumgrundreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und trocknen lassen
  • Boden wiederum beschichten mit einer Acryl-Selbstglanz-Dispersion

Methode C

  • Feuchtwischen, Vollflächig sprayreinigen mit blauem Pad und Lösungsmittelreiniger
  • Weiteres Vorgehen: siehe Erstbehandlung Methode B

Methode D

  • Feuchtwischen. Scheuern mit Scheuerbürste oder rotem Pad und Allzweckreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und trocknen lassen

Steinholz / Holzzement

Merkmale:

  • Sind porös deshalb imprägnieren mit einem Bodenöl
  • Empfindlich gegen dauernde Nässeeinwirkung sowie gegen Säuren und Laugen

Erstreinigung:

  • Bei leichter Verschmutzung trocken scheuern mit schwarzem Pad, staubsaugen und feuchtwischen
  • Bei starker Verschmutzung scheuern mit schwarzem Pad und Allzweckreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen

Erstpflege: Imprägnieren mit Spezialöl

Unterhaltsreinigung:

  • Feuchtwischen
  • Naßwischen mit Allzweckreiniger, Wischpflege auf Wachsbasis oder Wischpflege auf wasserlösliche Basis(max. 1%ige Lösung) oder scheuersaugen mit Automatenreiniger (max. 1%ige Lösung)
  • Alternative: Sprayreinigen mit rotem Pad und Sprayemulsion

Grundreinigung:

  • Feuchtwischen
  • Scheuern mit braunem Pad und Linoleumgrundreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen

Marmor

Merkmale:

  • Weiches Kalkgestein in der Regel hochglanzpolierte Oberfläche
  • Sehr Säure- und kratzempfindlich
  • Einsatz von Grundreinigern mit hohem pH‑Wert kann zu Glanzminderung führen

Erstreinigung:

  • Farbflecken, Mörtel- und Gipsreste mit Holzspachtel vorsichtig abstoßen
  • Zementschleier maschinell mit weißem Pad oder Bürste und Allzweckreiniger entfernen
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen.

Erstpflege: Hochglänzend: - Keine Grundbehandlung

Matt bis glänzend:

  • Naßwischen mit Wischpflege
  • Dosierung: 0,5 ‑ 1,0 %

Unterhaltsreinigung: Hochglänzend:

  • Entstauben: feuchtwischen
  • Naßwischen mit Alkoholreiniger
  • Dosierung: 40 ml auf 8 l Wasser
  • Maschinell scheuern (scheuersaugen) mit Allzweck­reiniger
  • Dosierung 40 ml auf 8 l Wasser
  • Werkzeug: roter Pad

Matt bis glänzend:

  • Entstauben: feuchtwischen
  • Naßwischen mit Wischpflege
  • Dosierung: 40 ml ‑ 80 ml auf 8 l Wasser
  • Maschinell scheuern mit Wischpflege
  • Dosierung: wie bei Naßwischen

Grundreinigung:

  • Entstauben: feuchtwischen
  • Maschinell scheuern mit Allzweckreiniger
  • Dosierung: 400 ml auf 8 l Wasser
  • Einwirkzeit: mindestens 10 Minuten

Zementböden

Merkmale:

  • Rohe Zementböden sind porös, Feuchtigkeit und Schmutz können leicht in den Belag eindringen.
  • Empfindlich gegen stark saure Reinigungsmittellösungen.

Erstreinigung:

  • Bei starker Verschmutzung scheuern mit schwarzem Pad Abrasivbürste oder Scheuerbürste und Allzweckreiniger ( Bei mineralischen Oel und Fettverschmutzungen Öl- und Fettentferner einsetzen)
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen

Erstpflege: keine Unterhaltsreinigung:

  • Staubsaugen, Naßwischen mit Allzweckreiniger

Grundreinigung:

  • Maschinell scheuern mit Scheuerbürste und Allzweckreiniger ( Bei mineralischen Öl und Fettverschmutzungen Öl- und Fettentferner einsetzen)
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen


Waschbeton

Merkmale:

  • Zementbett ist säureempfindlich
  • Durch häufigen Einsatz von säurehaltigen Reinigungsprodukten können sich Steine aus dem Bett lösen
  • Abgesäuerte Beläge unbedingt neutralisieren

Erstreinigung:

  • Staubsaugen, Boden gut mit Wasser vornetzen
  • Zementschleier mit Waschbetonbürste und Zementschleierentferner absäuern
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen

Erstpflege: - Keine

Unterhaltsreinigung:

  • Staubsaugen, Naßwischen mit Allzweckreiniger

Grundreinigung:

  • Staubsaugen. Scheuern mit Scheibenmaschine und Bürste und alkalischem Grundreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen


Asphaltbeläge

Merkmale:

  • Nicht beständig gegen Lösungsmittel, Fette und Öle
  • Gute Beständigkeit gegen Wasser, Laugen und Säuren
  • Farbflecken, Zementrückstände und ähnliches sind mechanisch zu entfernen
  • Keine Lösungsmittelreiniger und Lösungsmittelwachse verwenden, Asphalt wird angelöst
  • Reinigungsmittellösungen nicht über 60 C° verwenden, da Asphalt weich wird

Erstreinigung:

  • Scheuern mit blauem Pad und Allzweckreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen

Erstpflege: - Nicht erforderlich

Unterhaltsreinigung:

  • Feuchtwischen matte Beläge: Naßwischen mit Allzweckreiniger
  • Glänzende Beläge: Naßwischen mit einem Wischpflegeprodukt

Grundreinigung:

  • Scheuern mit blauem Pad und alkalischem Grundreiniger
  • Schmutzwasser absaugen, spülen und gut trocknen lassen


Steinteppich

Merkmale: In Kunstharz gebundene Quarzkiesel

  • Sehr porös, Reinigungslösungen versickern sofort in den Poren

Erstreinigung:

  • Staubsaugen
  • Verschmutzte Fläche mit Einscheibenmaschine, Schaumerzeuger, Shampoonierbürste und Teppichshampoo (5 ‑ 15%ige Lösung) shampoonieren

Erstpflege: keine Unterhaltsreinigung:

  • Staubsaugen

Grundreinigung:

  • Wie Erstreinigung


Grundsätzliches zu textilen Belägen

Textile Bodenbeläge können nach unterschiedlichen Gesichtspunkten eingeteilt werden Aufgrund der Vielfältigkeit der Beläge und Beschaf­fen­heiten werden an dieser Stelle nur die gebräuchlichsten Beläge beschrieben.

Polschicht Unter der Polschicht versteht man die Nutzschicht bzw. den ”Flor” der textilen Beläge

Velour Textiler Bodenbelag mit einer Polnutzschicht deren Oberseite durch Scheren velourartig gemacht wurde (aufgeschnittene Schlinge) Unterschieden werden im allgemeinen:

  • Kurzflorig
  • Langflorig
  • Flauschig (Softvelour)

Schlinge Siehe Velour, wobei hier jedoch der Pol nicht aufgeschnitten wird

Nadelfilz Fußbodenbeläge die aus einem mechanisch durch Nadeln verfestigten Faservlies bestehen



Grundsätzliche Anmerkungen zur Teppichreinigung

  • Belag an unauffälliger Stelle auf Farbechtheit prüfen (etwas Teppichreiniger auf einen sauberen Lappen geben und vorsichtig reiben). Bei der Kombination von Shampoonierung / Sprühextraktion gründlich mit Wasser spülen, da es sonst aufgrund von Reinigungsmittelresten zu einer schnelleren Wiederanschmutzung des Belages kommen kann.
  • Belagsuntergrund prüfen: An einer unauffälligen Stelle Belag anheben und Beschaffenheit des Untergrundes prüfen, Vorsicht ist bei dunklen Klebern oder Untergründen (Asphalt) geboten, da es häufig zu Fleckenbildungen an der Oberfläche nach einer Shampoonierung/Sprühextrahierung kommen kann.
  • Ebenso ist die Art des verwendeten Klebers zu prüfen Hierzu legt man ein mit Reinigungslösung getränktes Papiertaschentuch zwischen Untergrund und den Belag. Wird die Klebeschicht nach der Einwirkzeit milchig, so handelt es sich um einen feuchtigkeitsempfindlichen Dispersionskleber.
  • Bei der Fleckendetachur das Reinigungsmittel nie direkt auf den Fleck auftragen sondern immer auf einen Lappen. Flecken durch tupfen bearbeiten, nicht reiben. Den behandelten Fleck anschließend mit einem Sprühextraktionsgerät und Wasser gründlich spülen, um restliche Detachurmittel zu entfernen.


Grundreinigung von textilen Belägen

Eine Grundreinigung ist stets mit einer gewissen Durchnässung des textilen Belages verbunden.

Gefahr:

  • Nicht wasserechte Färbungen blühen aus
  • Textile Gewebe, die ein Trägermaterial aus Jutegewebe haben, schrumpfen; oft kann auch das feuchte Jute­material seinen gelblichen Naturfarbstoff abgeben, wodurch Flecken entstehen
  • Dispersionskleber vollflächig verklebte Beläge lösen sich durch die Reemulgierung des Klebers vom Untergrund, Beulen entstehen
  • Mit leitfähigen Kleber (grafithaltig) verlegte Beläge bekommen an der Florschicht dunkle Flecken
  • Bei Doppelböden in Computerräumen entstehen Verwerfungen oder andere Schäden

Verfahren:

  • Shampoonieren mit Naßschaum
  • Sprühextraktion
  • Kombination von Shampoonierung und Sprühextraktion

Vorbereitungen:

  • Grundreinigungsfähigkeit des Belages überprüfen
  • Fußbodenheizung ausschalten (sonst können Streifen entstehen)
  • Metallteile und Holzsockel mit Folie abkleben (Rostflecken etc.)
  • Gründlich entstauben des Bodens mit Bürstsauger


Shampoonierung von textilen Belägen

Ablauf:

  • Schaumreiniger nach Herstellervorschriften verdünnen und in die Maschine geben
  • Unzugängliche Stellen per Hand shampoonieren
  • Eventuell Fleckentfernung wie vorgeschrieben
  • Beginn des shampoonierens immer gegenüber dem Ausgang.
  • Verschäumen des Shampooniermittels
  • Bei geöffnetem Ventil wird die Einscheibenmaschine in Bahnen seitlich hin und her gefahren, leicht überlappend
  • Einmassieren des Shampoos
  • Bei geschlossenen Ventil wird die Einscheibenmaschine in spiralförmig kreisenden Bewegungen über die auf­ge­tragene Schaumbahn geführt
  • Absaugen des Schaums
  • Der grundgereinigte Boden darf bis zum vollkommenen abtrocknen nicht begangen werden
  • Anschließend gründlich absaugen


Sprühextraktion von textilen Belägen

Ablauf:

  • Sprühextraktion mit der Handdüse an allen Stellen, die für die Bodendüse unzugänglich sind (unter Heizkörpern etc.)
  • Eventuell Fleckenentfernung
  • Belag mit der Reinigungsmittellösung, einsprühen und einwirken lassen;
  • Abschnittsweise arbeiten, da die Reinigungslösung nicht antrocknen darf
  • Anschließend füllt man den Reinwassertank der Maschine mit klarem kaltem Wasser und bearbeitet durch spülen den eingesprühten Belag.
  • Fleckendetachur von verbleibenden Flecken


Zwischen- und Teilflächenreinigung von textilen Belägen

Reinigung mit Teppichreinigungspulver Pulver auf die zu reinigende Fläche streuen und einmassieren. Geeignet sind Maschinen mit zwei kontrarotierenden Bürstenwalzen, oder Einscheiben­maschine mit Garnpad oder Teppichreinigungspad (weiches Kunststoffvlies). Nicht geeignet für Nadelvlies, grober Schlinge, Shags und Langhaarteppichen. Circa. 30 Minuten wirken lassen und dann mit einem starken Sauger aussaugen.

Reinigung mit Trockenschaum Mit Hilfe einer Maschine mit Zusatzaggregat und Gebläse erzeugt man Schaum mit einem geringen Feuchtigkeits­gehalt. Der Schaum wird einmassiert mit einer Einscheiben­maschine und speziellen Shampoonierbürsten. Trocknen lassen und gut aussaugen. Für kleinere Flächen eignen sich auch Fertigshampoos aus Spraydosen.

Garnpadmethode Mit einer Druckspritze Reinigungsflüssigkeit auf eine Teilfläche des Belages sprühen. Bearbeiten mit einer Einscheiben­maschine und Garnpad.

Bei Wollteppichen sind pH‑neutrale Produkte zu verwenden, da stark alkalische Produkte zu Schäden am Material führen können. Bei zu stärker Durchnässung können Teppiche eingehen, aus der Verankerung losreißen, oder verfärben.